Demokratischer Interventionismus

Demokratischer Interventionismus ist das Betreiben eines Regimewechsels mit militärischen Mitteln zum Zweck der Etablierung einer demokratischen Herrschaft.

Irrakkrieg 2003

Der Begriff demokratischer Interventionismus entstand im Kontext des am 20. März 2003 begonnenen Irakkrieges mit dem Ziel des Sturzes des irakischen Staatspräsidenten Saddam Hussein.

Diese völkerrechtswidrige Invasion in den Irak durch die Streitkräfte der USA und des Vereinigten Königreichs (Großbritannien) erfolgte mit militärischer und politischer Unterstützung verbündeter Staaten, der sogenannten Koalition der Willigen. Der Krieg wurde am 1. Mai nach der Eroberung Bagdads und dem Sturz Saddam Husseins von US-Präsident George W. Bush offiziell für beendet erklärt.

Bürgerkrieg in Syrien

Die im Frühjahr 2011 begonnene Unterstützung des Widerstandes gegen das Regime in Syrien wurde von Reinhard Merkel, Professor für Rechtsphilosophie an der Universtität Hamburg, als weiteren Fall für demokratischen Interventionismus kritisiert. "Was in Syrien geschieht, ist eine dem Anschein nach mildere Form des Eingriffs, da sie den Sturz des Regimes dessen innerer Opposition überlässt, die von außen nur aufgerüstet - und freilich auch angestiftet - wird", so Professor Merkel in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine (faz.net vom 2. August 2013). "In Wahrheit ist sie die verwerflichste Spielart: nicht so sehr, weil sie neben dem Geschäft des Tötens auch das Risiko des Getötetwerdens anderen zuschiebt. Eher schon, weil sie die hässlichste, in jedem Belang verheerendste Form des Krieges entfesseln hilft: den Bürgerkrieg."

 
 

 
 

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