Deskriptive, ökonomisch-orientierte Friedens- und Konfliktforschung

Henrik Paulitz von der Akademie Bergstra√üe entwickelte 2016 Grundlagen f√ľr eine "deskriptive, √∂konomisch-orientierte Friedens- und Konfliktforschung". Ausgangspunkt dieses Forschungsansatzes bildet die einfache Frage: "Was geschieht?". Paulitz ist davon √ľberzeugt, dass mit diesem Ansatz Kriegsziele vergleichsweise pr√§zise identifiziert und die Agenda der Kriege dechiffriert werden kann.

Begr√ľndet wurde der Forschungsansatz einer deskriptiven, √∂konomisch-orientierten Friedens- und Konfliktforschung in dem Buch "Anleitung gegen den Krieg", herausgegeben von der Akademie Bergstra√üe f√ľr Ressourcen-, Demokratie- und Friedensforschung. In diesem Werk entsteht aus den Fakten heraus wie von selbst ein ganz anderes Bild vom Krieg als in den g√§ngigen "Glaubenskriegen um Gut und B√∂se". Geschehnisse werden deutlich sichtbar, die sonst allenfalls am Rande wahrgenommen wurden. Angebliche Kollateralsch√§den stellen sich als m√∂gliche Kriegsziele heraus.

Sechs Pr√§missen f√ľr die Konfliktanalyse

Die von Paulitz entwickelte deskriptive, ökonomisch-orientierte Friedens- und Konfliktforschung geht von sechs Prämissen aus:

1. Wenn Sie Erkenntnisse gewinnen m√∂chten, m√ľssen Sie erkenntnisbereit sein.

2. Analysieren Sie, was geschieht.

3. Das, was in Kriegen häufig geschieht, ist sehr wahrscheinlich intendiert.

4. Wenn Krieg die Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln ist, dann ändern Kriege substanziell die Politik.

5. Bei der schwierigen Frage nach den treibenden Kr√§ften hinter Kriegen sollte die Frage "Cui bono?" ("Wem n√ľtzt es?", "Wem zum Vorteil?") als Grundlage f√ľr die Entwicklung von Arbeitshypothesen dienen.

6. Sind weltweit in Kriegen h√§ufig vergleichbare Geschehnisse und Trends zu beobachten, dann sind diese Aspekte f√ľr ein tieferes Verst√§ndnis von Konflikten von allergr√∂√üter Bedeutung.

√Ėkonomische Analysen in der Friedensforschung

Paulitz h√§lt es f√ľr erforderlich, wirtschaftspolitische Ziele und Interessen mit in den Mittelpunkt der Friedens- und Konfliktforschung zu r√ľcken. Er schl√§gt vor, mit √∂konomischen Teil-Analysen Konflikte strukturiert und systematisch durchzupr√ľfen. F√ľr wesentlich h√§lt er u.a. folgende Teil-Analysen f√ľr eine realit√§tstaugliche Erfassung von Kriegen und Konflikten:

1. "Energiewirtschaftliche Trendanalyse"

2. "Freihandels-Analyse"

3. "Produktionsstätten-Analyse"

4. "Infrastruktur-Analyse"

"An ihren Taten sollt ihr sie erkennen"

Die Methodik einer deskriptiven, ökonomisch-orientierte Friedens- und Konfliktforschung folgt konsequent der uralten Empfehlung: "An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!"

Der unsichere, spekulative Anteil ist bei diesem Forschungsansatz vergleichsweise gering, l√§sst sich gut eingrenzen und in transparenter Weise als solcher kenntlich machen. Auf dieser Grundlage k√∂nnen Kriege laut Paulitz sehr viel zuverl√§ssiger dechiffriert werden und es k√∂nnen auf sehr viel besserer Grundlage Ans√§tze f√ľr die Bewahrung des Friedens abgeleitet werden.

 

 

 
 

Energiewirtschaftliche Trendanalyse

Freihandels-Analyse

Friedenspolitische Handlungs-Empfehlungen

Mosaik-Beweis

Paulitz, Henrik

Produktionsstätten-Analyse

Vertrag zur Bewahrung des Friedens

Wege zum Frieden

 
 

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Akademie Bergstraße, 2020

 

Henrik Paulitz: Kriegsmacht Deutschland?

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Akademie Bergstraße, 2018

 

Henrik Paulitz: Anleitung gegen den Krieg

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Anleitung gegen den Krieg
Taschenbuch
Akademie Bergstraße, 2016
2. Aufl. 2017, 3. Aufl. 2019