Hybride Kriegsführung

Unter Hybrider Kriegsführung versteht man die Verbindung von offenen und verdeckten militärischen Operationen, von diplomatischem Druck und wirtschaftlichem Zwang, von Desinformation und Cyberattacken, die Zerstörung der Energieversorgungs- und der sonstigen Infrastruktur und der intensive Einsatz von Propagandasendern. Es ist das Verwischen von Krieg und Nichtkrieg. Hybride Kriegsführung ist das Ineinandergreifen von militärischen und zivilen Mitteln (Zivil-Militärische Zusammenarbeit) unter intensiver Beteiligung von Geheimdiensten.

Die Hybride Kriegsführung besteht insofern aus zahlreichen Mosaiksteinen. Die Aggressivität zeigt sich erst in der Gesamtschau.

Diese Form der Kriegsführung ist subversiv, bleibt unterhalb der Schwelle eines konventionellen Angriffs, spannt Aufständische und Separatisten zum Sturz von Regierungen (Regime Change) und zur Aneignung fremden Territoriums ein und umhüllt dies alles mit einer riesigen Wolke elektronischer Propaganda.

Zur Propaganda zählt beispielsweise auch das Vortäuschen, man wolle eine humanitäre Katastrophe abwenden, während man eine solche tatsächlich - z.B. in Form eines Bürgerkrieges - herbeiführt.

Die Grund-Elemente der hybriden Kriegsführung sind nicht neu. Manche aber wie beispielsweise der Einsatz von Cyberwaffen oder die Nutzung Sozialer Netzwerke zu Propagandazwecken, wurden erst mit dem Internet möglich.

Literatur/Quellen:

Die Zeit: Nato. Das neue Gesicht des Krieges. 12. März 2015. http://www.zeit.de/2015/11/nato-ukraine-krieg-russland

 
 

 
 

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