Krieg gegen die Zivilbevölkerung

Gezielte Kriegseins√§tze gegen die Zivilbev√∂lkerung sind nach dem Genfer Abkommen IV vom 12. August 1949 "√ľber den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten" verboten. Das 1977 verabschiedete Zusatzprotokoll II zum Schutz der Opfer nicht internationaler bewaffneter Konflikte hat dieses Regelwerk auf B√ľrgerkriege ausgeweitet: "Die Anwendung oder Androhung von Gewalt mit dem haupts√§chlichen Ziel, Schrecken unter der Zivilbev√∂lkerung zu verbreiten, ist verboten."

Der Friedens- und Konfliktforscher Henrik Paulitz zeigt in seinem Buch "Anleitung gegen den Krieg" auf, dass trotz dieser Verbote das systematische und gezielte "T√∂ten von Zivilisten" und die absichtliche Zerst√∂rung der zivilen (wirtschaftlichen) Infrastruktur zu den ganz wesentlichen Kriegszielen z√§hlt. Paulitz empfiehlt eine breite √∂ffentliche Debatte √ľber das gezielte T√∂ten von Zivilisten bzw. √ľber den systematischen Krieg gegen die Zivilbev√∂lkerung als wirksame pr√§ventive Ma√ünahme zur Delegitimierung von Kriegen.

Informationen der Akademie Bergstraße

Kampf gegen Zivilisten in Mossul. Akademie Bergstraße, Juli 2017.

Anleitung gegen den Krieg - Analysen und Friedenspolitische Übungen. Akademie Bergstraße. Taschenbuch. 2016. 2. Aufl. 2017.

 

 

 
 

Paulitz, Henrik

Weltordnungsarmee

 
 

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Henrik Paulitz: Anleitung gegen den Krieg

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