Mosaik-Beweis

Ein Mosaik-Beweis begründet eine wissenschaftlich belastbaren Aussage, wenn Teilanalysen zu einem stimmigen, widerspruchsarmen oder sogar widerspruchsfreien Gesamtbild zusammengefügt werden können. Wie bei einem Mosaik entsteht das "Gesamtbild" durch ein Zusammenfügen der Teile.

In der Friedens- und Konfliktforschung können vergleichbare Charakteristika einzelner Konflikte zu einem Mosaik-Beweis führen, der allgemeingültige Aussagen über den Charakter von Kriegen und Konflikten begründet erscheinen lässt.

Mit Mosaik-Beweisen können in der Friedens- und Konfliktforschung beispielsweise typische Kriegsziele und kriegstreibende Kräfte wissenschaftlich begründet identifiziert werden. Die Beweiskraft ist vergleichsweise hoch.

Der Begriff "Mosaik-Beweis" wurde von dem Friedens- und Konfliktforscher Henrik Paulitz 2016 in seinem Buch "Anleitung gegen den Krieg" geprägt. Es handelt sich um ein Instrument der von Paulitz begründeten "deskriptiven, ökonomisch-orientierten Friedens- und Konfliktforschung".

Paulitz liefert in seinem Buch "Anleitung gegen den Krieg" Mosaik-Beweise, wonach Kriege vielfach der Ressourcenkontrolle, der Zerstörung ziviler wirtschaftlicher Infrastruktur und der Tötung von Zivilisten dienen.

 
 

Im Kontext:

Deskriptive, ökonomisch-orientierte Friedens- und Konfliktforschung

Energiewirtschaftliche Trendanalyse

Freihandels-Analyse

Produktionsstätten-Analyse

 
 

Henrik Paulitz: Kriegsmacht Deutschland?

Henrik Paulitz
Kriegsmacht Deutschland?
Buch, DIN A4 Farbdruck
Akademie Bergstraße, 2018

 

Henrik Paulitz: Anleitung gegen den Krieg

Henrik Paulitz
Anleitung gegen den Krieg
Taschenbuch
Akademie Bergstraße, 2. Aufl. 2017